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Rottler Werkzeugmaschinen: Fräsmaschinen, Drehmaschinen, neu, gebraucht, Maschinenmodernisierung und vieles mehr
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Komplettbearbeitung komplexer Werkstücke

Die Bearbeitung komplexer Werkstücke erfordert oft eine Vielzahl technologischer Schritte bis zur kompletten Fertigstellung. Ein erheblicher Teil der Fertigungskosten entsteht dabei nicht durch die eigentliche Bearbeitung sondern durch die Stillstandszeiten der Bearbeitungsmaschinen während des Umrüstens und Einrichtens, bzw. durch das Werkstückhandling. Diese Nebenzeiten bergen ein z.T. sehr hohes Einsparpotential, wenn eine Komplettbearbeitung möglich wird. 

Als Beispiel sei hier die Bearbeitung der Ringspanten für die Ariane 5 Rakete genannt. Diese Aluminium- Ringspanten haben einen maximalen Durchmesser von 6 Metern und sind im Verhältnis zu ihrer Größe recht dünnwandig. Ihre Bearbeitung umfasst sowohl das Vor- und Fertigdrehen der Kontur als auch das radiale und axiale Einbringen zahlreicher Bohrungen und Taschen.


Das vertikale Bearbeitungszentrum DFBZ

Für die Komplettbearbeitung dieser und ähnlicher Werkstücke entwickelte die Fa. Rottler ein vertikales Ring- und Zylinder-Bearbeitungszentrum mit dem alle Dreh-, Bohr- und Fräsprozesse auf einer Maschine durchgeführt werden können. Dadurch wird ein erneutes Einrichten des Werkstücks auf einer weiteren Maschine vermieden und das Handling auf ein Minimum reduziert. Der modulare Aufbau dieser Maschine ermöglicht eine maximale Flexibilität bei hoher Spezialisierung auf die individuellen Anforderungen des Kunden. 

Die Maschine setzt sich aus folgenden Haupt- Baugruppen zusammen, die jeweils in unterschiedlichen Ausführungen verfügbar und beliebig kombinierbar sind:

  • Der Maschinenständer ist als Stahl- Schweißkonstruktion ausgeführt und verfügt aufgrund der stabilen Verrippung über eine sehr gute Steifigkeit. Seine guten Dämpfungseigenschaften erhält der Ständer durch seine starke Verrippung und eine spezielle Bearbeitung der Schweißfugen. Die Ständerbaugruppe ist in verschiedenen Höhen verfügbar, was eine individuelle Anpassung des Z- Verfahrweges und somit der maximalen Werkstückhöhe ermöglicht.
  • Der Vertikalschieber ist ebenfalls als Stahl- Schweißkonstruktion ausgeführt und stabil verrippt. Durch eine Auswahl verschiedener Verfahrwege der X- Achse kann der Bearbeitungsdurchmesser individuell festgelegt werden. Sowohl Dreh- als auch Fräs-, Bohr- und Schleifwerkzeuge können durch einen automatischen Werkzeugwechsler in horizontaler und vertikaler Position eingewechselt werden. Der hydromechanische Werkzeugeinzug ist Standardmäßig mit einer HSK-A 100 Aufnahme ausgerüstet. Der Antrieb rotierender Werkzeuge erfolgt durch eine Motorspindel im Vertikalschieber oder in einem Winkelfräskopf. Werkzeuge für die Drehbearbeitung werden zusätzlich geklemmt, so dass die Bearbeitungskräfte direkt auf das Spindelgehäuse übertragen werden.
  • Das Maschinenbett stellt eine stabile Verbindung zwischen der Tischbaugruppe und dem Maschinenständer her. Für die reine Ringbearbeitung ist meist ein starres Bett ausreichend, da die Positionierung des Werkstückes durch den Maschinentisch erfolgt. Umfasst die Bearbeitungsaufgabe auch Rechtecktaschen oder gerade Kanten ist eine zusätzliche Achse erforderlich. Die Y- Achse wird je nach Anwendungsfall über das Maschinenbett oder den RAM realisiert.
  • Für die Bearbeitung von Werkstücken mit einem Durchmesser von ca. 200 bis 6000 mm und Gewichten bis 100.000 kg stehen Maschinentische in verschiedenen Größen und Ausführungen Verfügung. Die Leistungscharakteristik wird den jeweiligen Anforderungen angepasst, wobei Antriebsleistungen von 100 kW und mehr eingesetzt werden können. Je nach Ausführung wird eine Positioniergenauigkeit von +/- 0,001 Grad erreicht. Diese hohe Positioniergenauigkeit im Fräsbetrieb in Verbindung mit den relativ hohen Drehzahlen bei der Drehbearbeitung wird durch ein speziell abgestimmtes Antriebskonzept erreicht. So kommt, entsprechend der Maschinenauslegung und basierend auf den individuellen Anforderungen, entweder ein dynamisch vorgespannter AC- Hauptspindelmotor oder ein Torquemotor zum Einsatz. Beide Antriebsvarianten ermöglichen sowohl hohe Drehzahlen als auch eine hochgenaue Positionierung der Aufspannplatte. 

Die überaus große Flexibilität der Maschine ermöglicht eine Komplettbearbeitung vielfältigster und komplexer Bauteile.

Es wird eine

  • Verminderung der Nebenzeiten durch Einrichten und Umrüsten
  • Verkürzung des Fertigungsdurchlaufes
  • Erhöhung der Genauigkeiten durch das Bearbeiten in einer Aufspannung
  • Verminderung des innerbetrieblichen Transportaufwandes
  • Verminderung potentieller Fehlerquellen, durch geringen Personenaufwand im Fertigungsprozess

erreicht. 

Die großzügige Dimensionierung aller Lager, Führungs- und Vorschubelemente sowie die hohe Steifigkeit der Gestellbauteile garantiert optimale Zerspanungsbedingungen und eine hohe Bearbeitungsgenauigkeit. Dies gilt sowohl für die Aluminium- als auch für die Stahlbearbeitung.

Dieses Maschinenkonzept garantiert eine hohe Verfügbarkeit, Langzeitgenauigkeit und Lebensdauer, wie traditionell bei allen Rottler Maschinen.


 

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